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Hitzeschlacht auf dem Hockenheimring

Gluthitze, um die 40 Grad, glühender Asphalt: Beim Rennen auf dem Hockenheimring flossen schon vor dem Start Wasser und Sonnencreme nur so runter. Jean-Marie, Patrick und Viola, die diesmal vom Levrier TestTeam dabei waren, hatten bei den Tropentemperaturen einiges zu knacken. Die Jungs fuhren aber trotzdem gewohnt stark und hielten sich vorne im Hauptfeld auf, Patrick war sogar so verrückt, die 90-Kilometer-Strecke unter die Räder zu nehmen. Viola schaffte auch noch den Sprung aufs Treppchen: Sie wurde Dritte in ihrer Klasse Master 2.

Jean-Marie und Patrick beendeten das Rennen ebenfalls auf guten Rängen, Jean-Marie mit dem 32. Platz (20. Master 1) und Patrick mit dem 68. (26. Master 1).

 

Da durchzukommen und nicht vorzeitig Schluss zu machen, war allein schon eine Leistung -

das Rennen wird wohl als eines der heißesten in diesem Land und als eines mit der höchsten Abbrecherquote in Erinnerung bleiben. Laut Ergebnisliste brachte gerade einmal die Hälfte aller Teilnehmer das Rennen zu Ende. Der große Rest stieg vorzeitig aus.

 

„Ich war froh, als es vorbei war“, sprach Jean-Marie den anderen beiden aus dem Herzen. Die Luft zitterte über dem heißen Asphalt, da wurden Temperaturen von über 70 Grad gemessen. „Das Ganze kam einem schon fast vor wie eine Fata Morgana“, meinte Viola, die sich im Ziel erst mal zwei Liter Mineralwasser über den Schädel goss. Die Füße wurden dick und taten weh, die Beine wollten nicht mehr so richtig. Runde um Runde galt es erneut, die Zähne zusammenzubeißen, dran zu bleiben, nicht abreißen zu lassen, nicht der inneren Stimme nachzugeben, die da in der zitternden Wüste mit den dampfenden Asphaltbahnen immer so komische Sachen sagte wie: „Mach einfach Schluss. Hör doch auf, is gut gewesen. Was soll das? Lass es einfach sein“. - Neenee, so nich.

 

Schwierig war die Strecke, auf der sonst die Rennautos fahren, nicht. 10 bzw. 15 Runden waren zu fahren. Keinerlei Steigungen, die Fahrbahn breit wie eine Autobahnpiste, die Kurven flüssig zu nehmen, gute Asphaltierung. Eigentlich genau das Richtige zum Rasen. Gib Gummi! Nur die Hitze. Auch wenn es anfangs zwar gleich wieder zur Sache ging, insgesamt wurden wesentlich niedrigere Durchschnittsgeschwindigkeiten als voriges Jahr gefahren.
 
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